Disclaimer

1. Für wen die Community ist / nicht ist

Für wen die Well-Being Bande geeignet ist

Die Well-Being Bande ist für Menschen mit psychischen Herausforderungen, die sich bereits in Behandlung befinden oder eine Therapie, Suchtberatung oder Ähnliches abgeschlossen haben. Du suchst Austausch mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen kennen, ohne dich erklären zu müssen. Du wünschst dir Bewegung (in Form von Yoga und Kräftigungsübungen im Pilates-Stil), kleine Meditationen, Atem- und Entspannungsübungen sowie Impulse als Anker im Alltag. Du bist auf dem Weg der Genesung und suchst eine Ergänzung zu dem, was du bereits tust, kein Ersatz dafür. Gemeinsam bauen wir an einem Leben, das sich lebenswert anfühlt.

Für wen die Well-Being Bande NICHT geeignet ist

Die Well-Being Bande ist kein Ort für akute Krisen. Wenn du dich gerade in einer akuten psychischen Krise befindest oder aktuell nicht in der Lage bist, dich konstruktiv an einem Gruppenaustausch zu beteiligen, ist das hier nicht der richtige Rahmen für dich. Themen wie Suizidgedanken, Selbstverletzung, Traumaschilderungen und ähnliches gehören nicht in unseren Austausch, sondern in ein Therapiesetting (die vollständige Liste findest du unter Punkt 3). Du darfst benennen, dass du etwas Schweres erlebt hast, eine Ausführung dazu findet hier aber nicht statt.

Verschlechtert sich dein Zustand einmal, gilt diese Grenze auch, ganz gleich wie lange du schon Teil der Gruppe bist. Das ist keine Absage an dich als Person, sondern der Moment, in dem professionelle Hilfe der richtige nächste Schritt ist.

Warum diese Grenze wichtig ist

Diese Regel schützt nicht die einzelne Person, sondern die Gruppe. Die Well-Being Bande soll ein Safe Space sein, von dem keine Gefahr für Trigger ausgeht. Deshalb behalten wir uns vor, im Gespräch einzugreifen und ein Thema zu unterbrechen oder umzulenken, auch wenn es nicht auf einer vorab festgelegten Liste steht. Das ist keine Bewertung der Person, sondern der Schutz der Gruppendynamik.

2. Abgrenzung zu therapeutischen Angeboten

Die Inhalte (auf dieser Website, auf Social-Media-Plattformen, innerhalb der Treffen etc.) werden zu Informations- und Bildungszwecken zur Verfügung gestellt.

Well-Being Base ist kein Therapieangebot und grenzt sich klar hiervon ab. Die Inhalte stellen keine medizinische Beratung, Diagnose, Therapie oder Behandlung dar. Sie sind nicht als Ersatz für professionelle Dienstleistungen durch dafür speziell ausgebildete Personen in diesen Bereichen gedacht.

Die Teilnahme an den Angeboten erfolgt auf eigene Verantwortung.

Lasse dich bei Fragen zu einer Erkrankung und Behandlung immer von einem Arzt*einer Ärztin oder einem anderen qualifizierten Gesundheitsdienstleister beraten, missachte niemals professionellen medizinischen Rat oder verzögere die Suche nach diesem aufgrund unserer Inhalte.

3. Umgang mit Trigger-Themen

Themen, die im Austausch nicht vertieft werden

Diese Liste ist nicht abschließend. Auch andere Themen können im Einzelfall unterbrochen oder umgelenkt werden, wenn sie die Gruppe gefährden.

Suizidalität und Selbstverletzung

  • Suizidgedanken, Suizidpläne, Suizidversuche (auch vergangene)

  • Selbstverletzendes Verhalten, Methoden oder Details dazu

Traumatische Erlebnisse

  • Ausführliche Schilderungen von Missbrauch, Gewalt oder Übergriffen

  • Detaillierte Beschreibungen von Unfällen, Todesfällen oder anderen belastenden Ereignissen

Essstörungen

  • Konkrete Zahlen zu Gewicht, Kalorien oder Essverhalten

  • Beschreibung von Kompensationsverhalten (Erbrechen, exzessiver Sport, Fasten)

Sucht

  • Detaillierte Beschreibungen von Konsum, Mengen oder Beschaffung

  • Rückfallschilderungen mit Ausführungen zum Konsumerlebnis selbst

Akute Krisen

  • Schilderung eines aktuell laufenden akuten Zustands, der über das Format der Gruppe hinausgeht

4. Krisenverweis

Hier findest du eine Übersicht zu Hilfsangeboten.

5. Vertraulichkeit und Diskretion

Was in der Well-Being Bande geteilt wird, bleibt in der Well-Being Bande. Das gilt für alles, was in Gesprächen, im Austausch oder in persönlichen Nachrichten zur Sprache kommt. Erzählungen, Namen oder Details werden nicht außerhalb der Gruppe weitergegeben, auch nicht anonymisiert oder "nur unter Freund*innen". Screenshots von Gesprächen werden nicht geteilt oder weitergeleitet. Diese Regel gilt für alle Mitglieder gleichermaßen.

Vertraulichkeit und Sicherheit sind die Grundlagen für offenen Austausch. Ohne sie ist kein Safe Space möglich.

6. Umgangston und Kommunikationsregeln

In der Well-Being Bande sprechen wir respektvoll und auf Augenhöhe miteinander. Was jemand teilt, wird nicht bewertet oder kommentiert. Ungefragte Ratschläge, Diagnosen über andere oder Aussagen wie "das musst du so und so machen" haben hier keinen Platz. Zuhören und Verständnis stehen vor Lösungen.

Für Diskriminierung jeder Art ist in dieser Gruppe kein Platz. Das schließt Ableismus, Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Homophobie und Transphobie mit ein. Diese Liste ist nicht abschließend. Diskriminierendes Verhalten wird nicht toleriert, unabhängig davon, in welcher Form es auftritt.

7. Meine Rolle als Gastgeberin

Ich bin Yoga-Lehrerin und mir ist die Auseinandersetzung mit psychischer Gesundheit ein persönliches Anliegen. Ich habe keine Ausbildung als Psychologin, Therapeutin, Ärztin oder in einem vergleichbaren Heilberuf.

Das bedeutet: Ich moderiere den Austausch, sorge für den Rahmen und greife ein, wenn die Gruppe geschützt werden muss. Ich biete keine fachliche Einschätzung, keine Diagnosen und keine Behandlung. Was ich mitbringe, ist Haltung und die Rolle als Wegbegleiterin, nicht als Fachperson. Wenn du fachliche Unterstützung brauchst, ist das ein Grund, dich zusätzlich an eine Therapeutin, einen Arzt oder eine Beratungsstelle zu wenden, nicht ein Grund, auf die Well-Being Bande allein zu bauen.